7 Vorteile der Seniorenbetreuung zu Hause

Befinden auch Sie sich in der Situation, in der einer Ihrer Verwandten Hilfe bei der Bewältigung des Alltags benötigt? Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse eines Menschen. Möglicherweise tritt der Fall ein, dass Sie die Seniorenbetreuung nicht mehr allein übernehmen können. Sie stehen dann vor einer wichtigen Entscheidung: Welche Art der Betreuung ist die richtige für Ihren Verwandten?

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Schaffen Sie es selbst nicht, ihm all die Hilfe zu bieten, die er benötigt, wird es Zeit für eine Seniorenbetreuung. Doch dazu ist nicht zwingend ein Einzug Ihres Verwandten in eine stationäre Organisation erforderlich. Es gibt die Möglichkeit der Seniorenbetreuung zu Hause und diese bietet zahlreiche Vorteile.

Der ständige medizinische Fortschritt sorgt dafür, dass sich immer mehr Menschen eines längeren Lebens erfreuen. Sie halten ihre Mobilität nicht selten bis ins hohe Alter und möchten ihre Freiheit weitestgehend beibehalten. Genau für diesen Personenkreis ist eine Seniorenbetreuung zu Hause eine gute Lösung. 

Ihr Verwandter erhält in den Bereichen, in denen er sie benötigt, professionelle Unterstützung und verbleibt dabei in seiner vertrauten Umgebung. Zu den möglichen Leistungen gehören unter anderem:

  • Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags
  • Begleitung zu Arztbesuchen
  • Hilfe bei der Körperpflege
  • Dosieren und Verabreichen von Medikamenten
  • Blutdruckmessung, Blutzuckermessung, Wundversorgung etc.

Dank der Seniorenbetreuung zu Hause kann Ihr Verwandter seinen gewohnten Alltag beibehalten und weiterhin unverändert am vertrauten sozialen Leben teilhaben. Trotz des Verbleibs in den eigenen vier Wänden ist er in jeder Hinsicht optimal versorgt.

7 Gründe, die für eine Seniorenbetreuung zu Hause sprechen

1. Uneingeschränkte Freiheit

Ein Punkt, der vielen Menschen Sorge bereitet, ist, dass sie Angst haben, der Verwandte würde sich wie abgeschoben fühlen. Er komme sich bevormundet vor und viele Freiheiten würden ihm genommen. Doch dank der Seniorenbetreuung in den eigenen vier Wänden ist das nicht der Fall. Der Gedanke, in ein Pflegeheim ziehen zu müssen, vermittelt vermutlich nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Verwandten ein ungutes Gefühl. 

Besucht eine Pflegekraft ihn regelmässig zu Hause, bedeutet das für ihn, sein Leben weiterhin selbst in der Hand zu haben. Schliesslich hält sie sich nicht den ganzen Tag in seiner unmittelbaren Umgebung auf. Sollte ein Notfall eintreten, ist eine Pflegekraft selbstverständlich dennoch jederzeit erreichbar und schnellstmöglich zur Stelle.

Nicht selten werden stationäre Senioreneinrichtungen als «letzte Station» angesehen. Allein der Gedanke daran schreckt ab. Dem zugrunde liegt zuweilen eine Angst vor dem Altern, die zahlreiche Menschen verfolgt. Das steigende Alter wird oftmals mit negativen Aspekten wie Mobilitätsverlust und einer Verschlechterung des Gesundheitszustands assoziiert. Dabei ist dies dank grosser medizinischer Fortschritte nicht zwingend der Fall.  

Auch die Furcht vor dem Tod kann eine Rolle spielen. Diese Angst trägt jeder Mensch evolutionsbedingt in sich, und das aus gutem Grund. Sie reguliert das eigene Handeln und hält vom Eingehen grosser Risiken ab, ist also etwas ganz Natürliches.  

Wird eine stationäre Senioreneinrichtung also tatsächlich als eine Art letzter Schritt angesehen, ruft das ein ungutes Gefühl hervor. Weit verbreitet ist der Wunsch, den Lebensabend möglichst uneingeschränkt zu geniessen, ohne an Regeln einer stationären Einrichtung gebunden zu sein.

2. Kein Zurücklassen des Hausstandes

Gerade für ältere Menschen ist eine vertraute Umgebung von besonders hohem Wert. Das gilt vor allem dann, wenn sie bereits seit vielen Jahrzehnten keine räumliche Veränderung vorgenommen haben. Dank der Möglichkeit einer Seniorenbetreuung zu Hause wird Ihr Verwandter nicht aus seinem gewohnten Umfeld gerissen.  

Ein Auszug fühlt sich häufig wie ein Zurücklassen des bisherigen Lebens an. Er belastet die Psyche stark, wenn man emotional nicht bereit dafür ist. Auch ist es nicht immer möglich, all die Dinge, die für Ihren Verwandten von grossem emotionalem Wert sind, mitzunehmen. Er wird sich eventuell von ein paar Erinnerungsstücken trennen müssen.

Gern erinnert man sich an die «guten alten Zeiten» zurück. Erinnerungen prägen einen Menschen bis ins hohe Alter. Sie haben ihn zu dem gemacht, der er heute ist. Diese Erinnerungen sind nicht selten an Gegenstände oder sogar ganze Wohnräume geknüpft. Gerade im Alter sind derartige Stützen wichtig. Das gilt vor allem dann, wenn das Erinnerungsvermögen langsam nachlässt.  

Nicht selten ist die Angst gross, prägende Momente im Leben einfach zu vergessen. Wer in der gewohnten Umgebung verbleibt, muss sich von nichts trennen, was wertvolle Erinnerungen hervorruft und schlichtweg glücklich macht.

Welche Bedeutung hat der Verbleib im eigenen Wohnraum bei der Seniorenbetreuung bei Demenz?

Vor allem bei Personen mit Demenz ist es wichtig, gewohnte Dinge weitestgehend beizubehalten. Befindet sich Ihr Verwandter noch in einem Krankheitsstadium, in dem er zeitweise auch gut allein zurechtkommt? Dann setzen Sie auf eine Betreuung zu Hause.  

Zu viele neue Eindrücke bergen die Gefahr, ihn zu überfordern. Sieht er aber täglich die Umgebung, die er bereits vor seiner Erkrankung gewohnt war, kann dies alte, positive Erinnerungen wieder erwecken. Das Wohlbefinden wird deutlich gesteigert.

Aufgrund der Erkrankung ist es ihnen nur sehr schwer möglich, sich auf neue Situationen einzustellen. Das Verlassen des gewohnten Umfelds kann sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Nicht selten fürchten Personen, die an Demenz erkrankt sind, die Kontrolle zu verlieren, sobald sich etwas verändert.  

Die Versuchung, aus der stationären Einrichtung zu flüchten und in das alte Zuhause zurückzukehren, ist bei einigen Erkrankten gross. Mit einem derartigen Unwohlsein ist dann niemandem geholfen.

Welche Vorteile bringt die Seniorenbetreuung zu Hause in Sachen Privatsphäre mit sich?

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Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Privatsphäre. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass man etwas zu verbergen hat. Doch das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, löst oftmals Unbehagen aus. Jeder benötigt einen geschützten Bereich, in dem man sich frei bewegen und frei sprechen kann. Dort muss niemand Angst vor Verurteilung anderer zu haben. 

Wer dauerhaft befürchtet, alles Getane und Gesagte könnte von jemandem gesehen oder gehört werden, verändert sein Verhalten. Diese Tatsache ist sogar wissenschaftlich belegt. Wer glaubt, unter Beobachtung zu stehen, handelt in der Regel gefällig, denn man möchte den Erwartungen des Beobachters gerecht werden. Diese Erwartungen zählen dann häufig mehr als die eigenen Wünsche.  

3. Den Alltag weitestgehend beibehalten

Nicht nur die Umgebung, sondern auch der gewohnte Tagesablauf bleibt dank der Seniorenbetreuung zu Hause gleich. Gemeinsam mit Ihrem Verwandten und der Pflegekraft besprechen Sie im Vorfeld ganz genau, wie die Betreuung aussehen wird.

So haben Sie die Möglichkeit, die Besuche des Pflegepersonals so zu takten, dass sie sich optimal in den Alltag integrieren. Somit stellen sie keine allzu grosse Veränderung dar. Ihr Verwandter lebt also weiterhin seinen Gewohnheiten entsprechend, allerdings mit ein paar Anpassungen. Sie helfen ihm dabei, die Dinge des alltäglichen Lebens besser zu bewältigen und seine Gesundheit aufrechtzuerhalten.

Vor allem Rituale sind wichtig und steigern sogar das körperliche und seelische Wohlbefinden. Sie bringen Struktur in den Alltag, aus der wiederum Sicherheit geschöpft wird. Feste Strukturen sind vor allem im Alter wichtig. Sie helfen dabei, einen geregelten Tagesablauf beizubehalten und die Orientierung im komplexen Alltag nicht zu verlieren.

Wer an Abläufen festhält, die jeden Tag auf die gleiche Weise stattfinden, tut das nicht etwa als eine Art Zwangshandlung. Es handelt sich schlichtweg um eine gewohnte Routine, die die eigene Komfortzone aufrechterhält. Daraus schöpft man Kraft und Zuversicht. Gewohnheiten lösen Geborgenheit aus und vermitteln das Gefühl, alles selbst unter Kontrolle zu haben.

Wer seinen Alltag schon seit Jahrzehnten auf die gleiche Weise bestreitet, wird sich schwer damit tun, all dies plötzlich aufzugeben. Je verstrickter man in alte Gewohnheiten ist, desto umständlicher wird die Umgewöhnung in ein neues Umfeld mit neuen Tagesabläufen. Nicht selten stellen sich Senioren dann Fragen wie: «Was ist, wenn dieser neue Alltag überhaupt nicht für mich funktioniert?»  

Jeder Mensch ist individuell  

Genau das gilt auch für die persönlichen Vorstellungen vom perfekten Tagesablauf. Wer Gewohnheiten plötzlich aufgeben muss, fühlt sich möglicherweise in Teilen seiner Persönlichkeit, aber auch seiner Selbstständigkeit beraubt. Bei der Seniorenbetreuung zu Hause bleibt ein hohes Mass an Selbstständigkeit bestehen. Das ist bei einer stationären Einrichtung nicht immer der Fall.

Aufgaben, die Ihr Verwandter eigentlich noch selbst bewältigen kann, werden ihm eventuell trotzdem abgenommen. Andererseits kann allein das Wissen, dass immer Fachpersonal vor Ort ist und Aufgaben auf Wunsch übernimmt, dazu verleiten, dies auszunutzen. Die Selbstständigkeit geht dann Schritt für Schritt verloren. Dabei ist es genau dieser Punkt, der oftmals mit dem «Altern in Würde» assoziiert wird.

4. Bekannte soziale Kontakte nach Belieben pflegen

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Ein wichtiger Aspekt ist der Umgang mit der Familie und auch mit Freunden. Entscheiden Sie sich für eine Seniorenbetreuung zu Hause, empfängt Ihr Verwandter Besuch jederzeit und ohne Einschränkungen. Ein konstantes soziales Umfeld ist in jedem Alter von grosser Bedeutung.  

Hat Ihr Verwandter schlichtweg kein Interesse mehr daran, neue Bekanntschaften zu machen oder gar Freundschaften zu knüpfen? Dann gestaltet sich der Aufbau sozialer Kontakte in einer stationären Organisation möglicherweise schwierig. Hinzu kommt, dass er unter Umständen mit einigen schwereren Pflegebedürftigen in dauerhaften Kontakt kommt. Daraus entsteht eventuell die Angst, ihm könne es bald ebenso ergehen. 

Soziale Kontakte leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der körperlichen und auch geistigen Gesundheit bei, wie zahlreiche Studien belegen. Isoliert sich Ihr Verwandter zunehmend, führt das unter Umständen zu Vereinsamung, woraus eventuell wiederum Depressionen entstehen können. Dabei liegt es doch in Ihrem Interesse, seinen Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten und genau das zu verhindern.

Es liegt in der Natur des Menschen, nicht in Einsamkeit zu leben, das zeigt schon der Blick in die Geschichte. Bereits vor der Sesshaftwerdung waren die damaligen Menschen  hauptsächlich in Gruppen unterwegs und sicherten gemeinsam ihr Wohlergehen. Ein enger Kontakt mit der Familie und guten Freunden macht zudem einfach glücklich. Im Rahmen einer Seniorenbetreuung zu Hause sind Treffen häufiger und flexibler möglich.

Warum soziale Kontakte im Alter so wichtig sind

Neben dem kalendarischen, biologischen und gefühlten Alter gibt es noch das soziale Alter. Es wird, wie die Bezeichnung bereits verrät, vom sozialen Umfeld beeinflusst. Der gesamte Alterungsprozess hängt also auch davon ab, wie eng vernetzt man ist und wie intensiv man Kontakte pflegt.  

Das nimmt gleichzeitig Einfluss auf das gefühlte Alter. Je reger das soziale Leben ist, desto wohler und junggebliebener fühlen sich die meisten. Mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl der sozialen Kontakte allerdings häufig ab. Umso wichtiger ist es, die verbleibenden aufrechtzuerhalten, denn positive soziale Kontakte können wissenschaftlichen Forschungen zufolge sogar lebensverlängernd wirken. 

Sie sorgen für Zufriedenheit und vermitteln das Gefühl, immer Unterstützung erhalten zu können, wenn sie notwendig ist. Das wiederum kann zu einer besseren Stressbewältigung beitragen und die Gefahr verringern, an einer Altersdepression zu erkranken.  

Hinzu kommt, dass Personen, die sozial aktiv sind, kognitive Fähigkeiten langsamer abbauen und nach Krankheiten schneller genesen. Der deutsche Psychologe und Altersforscher Hans-Werner Wahl ergänzt diese Liste noch durch weitere Vorteile, wie beispielsweise:

  • Fördern der Kreativität
  • Aufrechterhalten der Selbstständigkeit
  • aufgeschlossenes Miteinander durch regelmässige Interaktionen mit Mitmenschen

So können Kontakte das Leben verlängern

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Soziale Kontakte und der damit einhergehende regelmässige Austausch mit Anderen fordern die Denkleistung heraus. Sie halten das Gehirn fit und können negativen Stress reduzieren, der sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Nicht nur der Kontakt selbst, sondern auch gemeinsame Unternehmungen haben positive Auswirkungen. Sie sorgen dafür, dass Ihr Verwandter aktiv und mobil bleibt.

Allerdings ist es nicht etwa die Zahl der sozialen Kontakte, die ausschlaggebend ist, sondern die Qualität im Einzelnen. Unzählige Bekanntschaften, aus denen keine engen Verbindungen hervorgehen, sind nicht der Schlüssel zum Glück. Es ist wichtig, dass sich Ihr Verwandter seinen Freunden anvertrauen kann und sich von ihnen verstanden fühlt. Bei flüchtigen Bekanntschaften ist das oftmals nicht der Fall.

Bestenfalls bestehen generationsübergreifende Kontakte. Freundschaften mit jüngeren Menschen bringen immer wieder neue, positiv zu bewertende Herausforderungen mit sich und sorgen für mehr Weitsicht. Wer in eine stationäre Einrichtung zieht, ist hauptsächlich von Altersgenossen umgeben, und diese neuen Herausforderungen fehlen.  

Nicht zu vergessen ist auch der Fakt, dass Ihr Verwandter dort vermutlich mit Personen in Kontakt kommt, die verstärkt pflegebedürftig sind. Schnell kann die Angst aufkommen, es würde ihm bald genauso gehen. Statt Ängste zu schüren, sollten positive Erlebnisse den Alltag bestimmen, die die Lebensfreude auch bis ins hohe Alter erhalten. Gemeinsame Zeit mit Freunden spielt dabei eine wichtige Rolle.

Es gibt keine magische Zahl, die festlegt, wie viele Freundschaften ideal sind. Wichtig ist, dass sich Ihr Verwandter wohl dabei fühlt. Ist er gern von vielen Menschen umgeben, dann werden ihm zahlreiche Kontakte guttun. 

Ist eher das Gegenteil der Fall, dann sind ein paar wenige enge Kontakte genau das Richtige. Das eigene Wohlbefinden steht im Vordergrund. Soziale Interaktionen sollten keinesfalls mit Stress und Zwang, sondern mit Freude verbunden werden.

5. Genau die Betreuung, die nötig ist

Mit der ambulanten Seniorenbetreuung ermöglichen Sie Ihrem Verwandten eine besonders individuelle Hilfe. Gemeinsam legen Sie genau fest, zu welchen Zeiten die Pflegekraft bei ihm erscheint und welche Leistungen sie erbringt. Ändern sich die Bedürfnisse Ihres Verwandten, wird die Betreuung entsprechend ausgebaut bzw. angepasst.

Die Entscheidung, wann und in welcher Form Unterstützung in Anspruch genommen wird, obliegt also ganz allein Ihnen und Ihrem Verwandten. Änderungen können auch kurzfristig realisiert werden, sollte einmal etwas mehr Hilfe nötig sein als sonst.  

Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn auch Sie bestimmte Aufgaben selbst übernehmen, aber kurzzeitig aus beruflichen Gründen verhindert sind. Ihr Verwandter kann trotzdem im eigenen Haushalt bleiben und selbst darüber entscheiden, wie er seinen Alltag gestalten möchte.  

Kann Ihr Verwandter gewisse Aufgaben wieder selbst übernehmen, ist auch eine dahingehende Anpassung unverzüglich möglich. Das wird beispielsweise relevant, wenn er eine Krankheit überwunden hat, die ihn bisher von gewissen Dingen abhielt.  

Die Betreuung zielt unter anderem darauf ab, die Selbstständigkeit Ihres Verwandten zu fördern. Dazu gehört auch, ihn Aufgaben wieder selbst übernehmen zu lassen, sobald er dazu in der Lage ist. Natürlich prüft die Spitexfachkaft vorher, ob das tatsächlich möglich ist oder ob der Verzicht auf die entsprechende Leistung voreilig wäre.

Kompetentes Pflegepersonal führt zudem stets Buch über den Gesundheitszustand Ihres Verwandten und die durchgeführten Massnahmen. Auf Wunsch erhalten Sie jederzeit digital Einblick in diese Notizen und können selbstverständlich auch bei den Besuchen vor Ort sein. Das gibt Ihnen volle Kontrolle.  

Sie können sofort einschreiten, sollten Sie in einem gewissen Punkt unzufrieden sein. Gleiches gilt, wenn Sie den Verdacht haben, die Bedürfnisse Ihres Verwandten könnten sich verändert haben. Die Spitexfachkraft überprüft den Sachverhalt dann genauer.  

Die Spitexfachkraft als Bezugsperson

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Sie haben die Möglichkeit, sich regelmässig zu vergewissern, dass auf allfällige Bedürfnisse Ihres Verwandten eingegangen wird. Fühlt sich Ihr Verwandter in Gegenwart der Pflegekraft unwohl, weil die Chemie einfach nicht stimmt? Dann haben Sie die Möglichkeit, um einen anderen Mitarbeiter zu bitten.

Es ist schwer, bereits beim ersten Treffen vorauszusagen, ob Ihr Verwandter gut mit der Spitexfachkraft zurechtkommen wird oder nicht. Näheres wird erst die Zeit zeigen. Sollten tatsächlich Probleme auftreten, ist es wichtig, zu handeln. Sprechen Sie Kritikpunkte offen an, denn nur so können Sie sie aus der Welt schaffen.

Im Zweifelsfall kann geprüft werden, ob eine andere Fachkraft verfügbar ist, die sich fortan um Ihren Verwandten kümmert. In einer stationären Organisation gestaltet sich so etwas eher schwierig oder ist schlichtweg nicht möglich. Selbstverständlich steht auch dort das Wohl der Klienten im Vordergrund. Doch im Rahmen der ambulanten Betreuung ist es oftmals leichter, ganz individuell auf jede Person einzugehen.

Vergessen Sie nicht, dass die Pflegekraft viel Zeit mit Ihrem Verwandten verbringt. Fühlt er sich dabei nicht wohl und möchte sich ihr nicht öffnen, ist eine Kommunikation schwierig. Ihr Verwandter sollte unbedingt offen darüber sprechen, wie es ihm geht und wobei er Hilfe benötigt. Nur so ist eine Optimierung der Betreuung möglich.

Im Rahmen der Seniorenbetreuung zu Hause entwickelt sich das Pflegepersonal im Idealfall schnell zur persönlichen Bezugsperson. Je vertrauter das Verhältnis zwischen Ihrem Verwandten und der Fachkraft ist, desto freier wird er auch über seine Anliegen sprechen. Das wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus. Besuche der Spitexfachkraft sollten keinesfalls Stress und Unbehagen auslösen.  

6. Flexible Aufteilung der Pflege

Des Weiteren besteht die Option, sich die Betreuung Ihres Verwandten auf Wunsch mit der Pflegekraft zu teilen. Gewisse Aufgaben, die Sie aus Zeitgründen oder schlichtweg aufgrund fehlenden Fachwissens nicht übernehmen können, beispielsweise medizinische Angelegenheiten, erfüllt sie.  

Intime Dinge wie die Körperpflege möchte Ihr Verwandter eventuell nicht von einer fremden Person durchführen lassen. Dann können Sie wiederum einspringen. Diese Flexibilität bietet Ihnen eine stationäre Organisation nicht.

Die Aufgabenteilung mit dem Fachpersonal stellt eine enorme Entlastung für Sie als pflegenden Angehörigen dar. Auch wenn Sie die nötige Zeit nicht selbst aufbringen können, ist Ihr Verwandter bestens versorgt.  

7. Geringere Kosten verglichen mit stationären Organisationen

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Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Eine Seniorenbetreuung innerhalb der eigenen vier Wände ist oftmals günstiger als eine Unterbringung im stationären Pflegeheim. Zuzüglich zur selbstgewählten Franchise, die Ihr Verwandter bereits entrichtet, und dem Selbstbehalt übernimmt er 10 % der anfallenden Pflegekosten.

Die restlichen 90 % finanziert die Krankenkasse, bei der er versichert ist. Hinzu kommt die Klientenbeteiligung, die von Kanton zu Kanton abweicht. Der maximale Betrag liegt allerdings bei 15,95 CHF pro Einsatztag. Prüfen Sie, ob Ihr Verwandter über eine Zusatzversicherung verfügt.

Dann hat er die Möglichkeit, Kosten, die für Hilfe im Haushalt anfallen, teilweise oder auch vollständig übernehmen zu lassen. Sie benötigen dennoch Hilfe dabei, finanziell für die Seniorenbetreuung aufzukommen? Das bedeutet nicht, dass Ihr Verwandter allein zurechtkommen muss.  

Jeder Mensch hat das Recht, bei Bedarf Betreuung zu erhalten, ganz unabhängig davon, wie viel Geld ihm zur Verfügung steht. Eine Möglichkeit ist der Abschluss einer bereits erwähnten Zusatzversicherung. Viele Krankenkassen bieten eine solche an.  

Fragen Sie daher einfach nach und vergleichen Sie eventuell verschiedene Angebote. Bei Abschluss legen Sie eine maximale Stundenanzahl fest, die die Versicherung Ihres Verwandten übernehmen wird. Nimmt er einmal mehr Stunden in Anspruch, sind diese dann aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Des Weiteren gibt es die Hilflosenentschädigung, die Ihr Verwandter unter Umständen in Anspruch nehmen kann. Diese Entschädigung kann beispielsweise dann greifen, wenn er es nicht mehr schafft, alleine aus dem Bett aufzustehen. Anspruch besteht auch, wenn er nicht in der Lage ist, selbstständig der Körperhygiene nachzugehen oder zu essen. Wie hoch die Zahlung letztendlich ausfällt, hängt davon ab, wie weit fortgeschritten die Hilflosigkeit ist.

So finden Sie die optimale Spitex für Ihren Verwandten

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Ihre Wahl ist auf eine Seniorenbetreuung zu Hause gefallen? Dann steht nun die nächste Frage im Raum: Welche Spitex ist die richtige für Ihren Verwandten? Es gibt zahlreiche Organisationen und der Findungsprozess kostet sehr viel Zeit. Wir von OPAN® nehmen uns dieser Aufgabe an und helfen Ihnen dabei, die passende Spitex ausfindig zu machen.

Wie funktioniert OPAN®?

Wir verbinden Sie mit zahlreichen nonprofit und privaten Organisationen in Ihrer Nähe. Alles, was dafür nötig ist, ist die Angabe der Postleitzahl Ihres Verwandten und schon geht es los. Um OPAN® zu nutzen, ist keine zusätzliche Software nötig.

Damit die Kostengutsprache der Krankenkasse gewährleistet sein wird, ist von Vorteil, wenn Sie den Hausarzt über die vorgesehene Betreuung vorinformieren, damit er über die nachfolgenden Schritte Bescheid weiss.

Allfällige Spitexorganisationen zeigt Ihnen das System nun übersichtlich an und Sie haben die Wahl. Schauen Sie sich alle Organisationen in Ruhe an und machen Sie sich ein umfassendes Bild davon.  

Ist Ihre Entscheidung gefallen, wird die Angabe ein paar persönlicher Daten notwendig. Dazu gehören unter anderem der Name des Klienten, die Krankenkasse und der behandelnde Mediziner. Falls Sie nützliche, medizinische Berichte oder Dokumente haben, können Sie diese elektronisch anfügen.  

Die Spitex verarbeitet die Daten dann auf schnellstem Weg weiter. Das Übertragen von Daten ist jederzeit möglich, auch ausserhalb der Geschäftszeiten der Spitex. Dabei ist es egal, ob Sie selbst diese Aufgabe übernehmen oder der Arzt. Selbstverständlich werden alle Informationen verschlüsselt übermittelt, denn Datenschutz hat bei uns oberste Priorität.  

Benachrichtigungen über den aktuellen Status der Anmeldung erhalten Sie per E-Mail. Binnen weniger Tage wird sich ein Zuständiger der gewählten Spitex bei Ihnen melden und die nächsten Schritte mit Ihnen besprechen.

Nun geht es an die sogenannte Bedarfsabklärung. Die Spitex prüft also, welche Leistungen Ihr Verwandter dringend benötigt und übermittelt seinem Arzt das entsprechende Ergebnis. Auch er prüft die Abklärung noch einmal und leitet anschliessend alles an die Krankenkasse weiter. Nur dann übernimmt diese die Kosten für die festgelegten Leistungen. Alles Weitere finanziert der Klient in der Regel selbst.

In wenigen Schritten bestens betreut

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Geht es darum, Ihrem Verwandten die Hilfe zu bieten, die er benötigt, ist Sorgfalt gefragt. Schliesslich möchten Sie ihn stets in guten Händen wissen. Wir von OPAN® sorgen dafür, dass er genau diese Hilfe bekommt. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Entlastung beim Einkaufen genügt, oder er medizinisch oder auch psychisch betreut werden muss. 

Die Spitex sorgt im Rahmen der Seniorenbetreuung zu Hause für das Wohl Ihres Verwandten. Für die Anmeldung sind nur ein paar Klicks nötig. OPAN® ist rund um die Uhr verfügbar. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail.

by Karin Zehnder Veröffentlicht: Aktualisiert: Mittwoch, 23. Juni 2021

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