Welche Spitex? Mit diesen Tipps finden Sie die passende Spitex in der Schweiz

Das Leben nimmt seinen Lauf, und nicht immer ist es möglich, den Alltag ganz allein zu bewältigen. Unfälle, Erkrankungen, eine Schwangerschaft oder schlichtweg steigendes Alter stellen eine Person oft vor neue Herausforderungen. Die Spitex in der Schweiz liefert dabei wertvolle Unterstützung.

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Ist der Weg zum Einkaufen nicht mehr allein zu bewältigen, übernimmt sie diese Aufgabe. Wer Hilfe im Haushalt oder auch bei der eigenen Körperpflege benötigt, erhält ebenfalls Hilfe von der Spitex. Geht es um medizinische Aspekte wie das richtige Einnehmen von Medikamenten, das Messen des Blutdrucks oder des Blutzuckerspiegels, ist ebenfalls auf das Pflegepersonal Verlass.

Es ist möglich, die Hilfe einer Spitex dauerhaft oder nur zeitweise - bis die Bewältigung des Alltags wieder aus eigener Kraft möglich ist - in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam mit Ihnen und dem Klienten erstellt die Pflegekraft einen Plan über Art und Umfang der Betreuung, mit dem alle Parteien einverstanden sind.

So finden Sie die passende Spitex in der Schweiz

Wer sich dafür entscheidet, Unterstützung einer Organisation für seine Verwandten heranzuziehen, steht vor der Qual der Wahl. Oft stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung – doch welche Spitex in der Schweiz gilt es zu wählen? Das Pflegepersonal spielt fortan eine wichtige Rolle im Leben des Klienten und erhält sehr persönliche Einblicke. Professionalität und Vertrauenswürdigkeit sind das A und O. Doch woran erkennen Sie, welche Spitex sich eignet? Mithilfe der folgenden Tipps finden Sie die ideale Organisation für Ihren Verwandten.

Professionelle Pflege, auf die Verlass ist

Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, ob eine Betriebsbewilligung vorhanden und welches der Ausbildungsstand der Pflegenden ist. Prüfen Sie im Vorgespräch, wie die Pflegekraft in bestimmten Situationen handeln würde. Fragen Sie sich selbst: «Würde ich mich bei dieser Person gut aufgehoben fühlen?» Verneinen Sie dies, ist die Pflegekraft vermutlich auch nicht die Richtige für Ihren Verwandten.  

Fundiertes Fachwissen gilt als eine der Grundvoraussetzungen. Lassen Sie sich im Vorfeld umfassend beraten und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Unterzeichnen Sie erst einen Vertrag, wenn alle Unklarheiten beseitigt und Sie und Ihr Verwandter zufrieden mit den erhaltenen Auskünften und den getroffenen Vereinbarungen sind. Lassen Sie sich allfällige Abläufe und Methoden genau erklären und lassen Sie auch über mögliche Risiken aufklären.

Eine fachkundige Spitex in der Schweiz zeigt Ihnen bei Zweifeln alternative Möglichkeiten auf. Gemeinsam erstellen Sie einen Plan, der genau aufzeigt, welches Ziel zu verfolgen ist und mit welchen Massnahmen die Pflegekraft den Weg dahin ebnet. Äussern Sie, sofern vorhanden, auch Kritik. Eine kompetente Fachkraft wird professionell darauf eingehen und Ihnen und Ihrem Verwandten Alternativen aufzeigen.

Haben Sie den Eindruck, das Pflegepersonal wirke etwas zu sehr auf einem Vertragsabschluss hin, bewahren Sie einen kühlen Kopf. Unterzeichnen Sie nur, wenn Sie allen Inhaltspunkten wirklich zustimmen oder schauen Sie sich andernfalls weiter um. Vergessen Sie nicht, dass die Pflegekraft eine wichtige Rolle im Leben Ihres Verwandten spielen wird, und wählen Sie mit Bedacht. Alle getroffenen Massnahmen und aktuellen Informationen über den Gesundheitszustand Ihres Verwandten sind vom Pflegepersonal schriftlich festzuhalten.

Anhand dieser Dokumentation behalten Sie stets den Überblick darüber, ob die vereinbarten Massnahmen greifen. Um Ihnen einen dauerhaften Einblick in die Behandlung zu gewähren, sind die entsprechenden Unterlagen in den vier Wänden Ihres Verwandten aufzubewahren. Das zeugt von Transparenz und Verlässlichkeit. Der Klient benötigt eine Pflegekraft, auf die er zählen kann. Sie ist pünktlich, geduldig und führt allfällige Massnahmen gewissenhaft und kompetent durch.

Respekt und leibliche Sicherheit

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Wer intensive Pflege benötigt, ist und bleibt ein mündiger Bürger. Der Klient hat stets das Recht, seine Wünsche und Bedürfnisse zu äussern und die Betreuung dementsprechend anpassen zu lassen. Ist er nicht in der Lage, sie eigenständig mitzuteilen, übernimmt dies sein gesetzlicher Vertreter.

Es besteht zudem die Möglichkeit, schriftliche Verfügungen einzureichen. Nicht nur mit Ihrem Verwandten selbst, sondern auch mit dessen Wohnraum und Habseligkeiten geht die fachkundige Spitex sorgsam und respektvoll um. Gleiches gilt für vertrauliche Informationen.

Sie sind diskret zu behandeln und nicht ohne Zustimmung des Klienten an Dritte weiterzuleiten. Auch die Kultur und Weltanschauung Ihres Verwandten toleriert die Pflegekraft und respektiert sie trotz ggf. konträrer Ansichten. Die Aufgabe der Spitex ist es, dem Klienten bestmöglich unter die Arme zu greifen und sowohl seinen Gesundheitszustand als auch sein allgemeines Wohlbefinden zu steigern.

Die pflegerischen Handlungen richten sich nach dem gemeinsam erstellten Pflegeplan und werden bei Bedarf, in Absprache mit dem Klienten, angepasst. Das Spitex -Personal stellt sicher, dass Ihr Verwandter ausreichend medizinisch versorgt ist, es nicht an Körperhygiene mangelt und die Lebensmittelversorgung sichergestellt ist.

Dem Klienten ist zu keinem Zeitpunkt seine Freiheit zu entziehen, und auch Gewaltanwendungen, seien sie physisch oder psychisch, sind inakzeptabel. Zudem macht ihn die Pflegekraft nicht von der Unterstützung abhängig. Sie ist stets darauf bedacht, die Eigenständigkeit des Klienten zu bewahren und ihn dabei zu unterstützen, den Alltag wieder weitestgehend selbst zu bewältigen. Sie stellt ihm die nötigen Hilfsmittel zur Verfügung und erklärt ihm geduldig, wie sie anzuwenden sind.

Hilfe auch für Verwandte

Nicht nur die pflegebedürftige Person, sondern auch Sie erhalten Unterstützung von einer verantwortungsbewussten Spitex. Bei allfälligen Fragen und Problemen steht Ihnen das Personal mit Rat und Tat zur Seite. Sie haben die Möglichkeit, Teile der Betreuung selbst zu übernehmen. Die Spitex-Fachkraft greift Ihnen dabei unter die Arme und führt eine umfassende Einweisung durch. Auf Wunsch übernehmen Sie die Betreuung ab einem gewissen Punkt komplett selbst. Auch dann können Sie bei Problemen mit der Beratung von der Spitex rechnen.

Diese Unterstützung bietet eine Spitex

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Jede Person hat eigene Wünsche und Bedürfnisse. Deshalb erstellt die Spitex individuelle Betreuungspläne, die diesen gerecht werden. In einem klärenden Vorgespräch besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Verwandten, welche Leistungen in welchem Umfang vonnöten sind.

Generell bietet eine Spitex Hilfe in zahlreichen Bereichen des Alltags. Auf Wunsch übernimmt sie den Einkauf oder bereitet die Mahlzeiten des Tages vor. Auch um das Sauberhalten der Wohnung und das Waschen der Wäsche kümmert sie sich. Eine wichtige Rolle spielt vor allem die medizinische Betreuung.

Das Pflegepersonal stellt sicher, dass Ihr Verwandter seine Medikamente, falls nötig, regelmässig und korrekt einnimmt. Auch die Wundversorgung übernimmt es. Sind Blutentnahmen oder Blutdruckmessungen erforderlich, ist ebenfalls auf die Spitex Verlass.

Sie kontrolliert zudem regelmässig die Vitalzeichen Ihres Verwandten, um bei negativen Veränderungen zeitnah zu reagieren. Die Inanspruchnahme von professioneller Pflege ist für die Klienten nicht immer einfach. Kann der Alltag nicht mehr allein bewältigt werden, machen sich bei einigen Klienten Selbstzweifel breit. Die Spitex bietet auch Hilfe im psychiatrischen Bereich und nimmt sich genau diesen Problemen an.

So sorgt sie für körperliches und geistiges Wohlbefinden in gleichem Mass. Je nach Spitex besteht die Möglichkeit, von weiteren Leistungen zu profitieren. Dazu gehören ambulante Behandlungen im Bereich der Ergotherapie, um sowohl körperliche als auch geistige Fähigkeiten zu trainieren, oder die medizinische Fusspflege. Einige Organisationen bieten zudem auch Fahrdienste an.

Ein Einblick in die psychische Unterstützung, die eine Spitex bietet

Klienten, die an psychischen Erkrankungen leiden, weisen ganz andere Bedürfnisse auf als Klienten, die körperlich eingeschränkt sind. Hier ist ein besonderes Mass an Feingefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. Vor allem, wenn der Bezug zur Realität immer weiter verloren geht, stossen Verwandte und weitere Vertrauenspersonen oftmals an ihre Grenzen. Dann noch einen Zugang zur erkrankten Person zu finden, ist nicht leicht.  

Die Fachkräfte der Spitex bieten eine kompetente psychische Betreuung, bei der der Klient als eigenständig denkendes Individuum im Mittelpunkt steht. Es ist wichtig, ihm das Gefühl zu vermitteln, nicht bevormundet zu werden, damit er zugänglich für die Behandlungen bleibt.

Ein wichtiger Punkt dabei ist, dem Klienten zu helfen, den Bezug zur Realität zurückzuerlangen. Er muss sich seiner Erkrankung erst einmal bewusst werden, um die Unterstützung freiwillig anzunehmen. Zwang ist keine Lösung.

Nicht selten neigen psychisch erkrankte Personen dazu, sich immer weiter aus dem sozialen Leben zurückzuziehen. Dann ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Spitexfachkräften und den Verwandten des Klienten gefragt. Gemeinsam wird das soziale Gleichgewicht wiederhergestellt. Es gibt dem Klienten Halt und stellt einen wertvollen Bezug zum realen Alltagsgeschehen dar.  

«Halt» ist ein wichtiges Stichwort bei der Betreuung von psychisch Erkrankten. Die Fachkräfte der Spitex bilden eine Stütze und nehmen dem Klienten nicht eventuell anstehende  Arbeit ab. Sie zeigen ihm, wie er selbst zurück ins Leben finden kann und auch ohne fremde Hilfe zurechtkommt. Der Klient soll immer das Gefühl haben, Herr der Lage zu sein und nicht bevormundet zu werden.

Seine Verwandten werden in einem weiteren Punkt in die Betreuung miteinbezogen: beim richtigen Handeln in Gefahrensituationen. Hegt der Klient plötzlich Gedanken, sich selbst zu verletzen oder gar Suizid zu begehen, ist schnelles Handeln gefragt. Natürlich kann die Spitexfachkraft nicht dauerhaft anwesend sein. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Verwandten wissen, was dann zu tun ist.

Mehr als medizinische Unterstützung

Gehen die Bedürfnisse des Klienten über den medizinischen Bereich hinaus, kann eine Haushaltshilfe beauftragt werden. Sie kümmert sich beispielsweise darum, die Wohnung sauber zu halten, spült Geschirr, reinigt die Kleidung und räumt auf. 

Auch um den Aussenbereich kümmert sich die Haushaltshilfe nach Absprache. Gemeint sind hier unter anderem die einfache Pflanzenpflege, das Kehren von Wegen und das Abwischen von Gartenmöbeln. Gärtnerarbeiten übernimmt eine Haushaltshilfe natürlich nicht.  

Doch nicht nur Reinigungs- und Aufräumarbeiten gehören zum Tätigkeitsfeld. Auch Wege der Versorgung erledigt die Haushaltshilfe. Dazu gehören beispielsweise der Einkauf von Lebensmitteln und das Abholen von Medikamenten aus der Apotheke oder der Arztpraxis.  

Zu beachten ist hierbei, dass eine Haushaltshilfe die eingekauften Lebensmittel nicht zwangsläufig auch zubereitet. Hierfür sind zusätzliche Absprachen notwendig. Auch bezüglich der Medikamente ist die Haushaltshilfe in ihren Handlungen eingeschränkt. Das Dosieren und Verabreichen obliegt ausschliesslich den Pflegekräften der Spitex, denn nur diese verfügen über das nötige medizinische Fachwissen.

Es ist also durchaus sinnvoll, bereits im Vorfeld darüber nachzudenken, in welchen Bereichen des Lebens Hilfe benötigt wird. Möglicherweise ist die Kombination einer Pflegekraft und einer Haushaltshilfe einer Spitex die ideale Lösung für Ihren Verwandten. So können Sie sich sicher sein, dass er in allen Lebenslagen stets bestens versorgt ist.

Diese Vorteile bietet die Spitex im Vergleich zu stationären Organisation

Eine Spitex in der Schweiz bietet gegenüber einer stationären Pflegeeinrichtung zahlreiche Vorteile für die Klienten – egal in welchem Alter. Dazu gehören unter anderem:

  • Verbleib in der gewohnten Umgebung
  • keine Eingewöhnung in völlig neue Gegebenheiten
  • leichtes Aufrechterhalten der sozialen Kontakte
  • hohes Mass an Flexibilität
  • mögliche Aufgabenteilung zwischen Spitex-Personal und Verwandten

Die gewohnte Umgebung zu verlassen, ist nie leicht – weder für Erwachsene noch für Kinder. In den eigenen vier Wänden stecken nicht nur unzählige Erinnerungen. Sie sind ein Ort des Wohlfühlens und auch der Selbstbestimmung. Wird der Klient dort herausgerissen, hat es für ihn oftmals den Anschein, als würde man ihm seiner Freiheit berauben.  

Sich mit dem Gedanken, fortan in einer stationären Einrichtung zu leben, anzufreunden, ist nicht für jeden leicht. Glücklicherweise kann der Klient durch die Spitex auch zu Hause umfassend betreut werden.

Das Herausreissen aus der gewohnten Umgebung kann sich auch negativ auf die Psyche des Klienten auswirken. Zahlreiche Erinnerungsstücke mit hohem emotionalem Wert müssen zurückgelassen werden. Schliesslich können in stationären Organisation oftmals nur sehr wenige dieser Gegenstände untergebracht werden.  

Die gewohnte Umgebung bleibt bestehen

Zur Aufgabe der vertrauten Umgebung kommt die Eingewöhnung in ein völlig neues Umfeld. Neue Räumlichkeiten, neue Mitmenschen, neue Tagesabläufe – all das erwartet den Klienten von einem Tag auf den anderen. Ist der Klient dafür nicht bereit, zieht er sich womöglich immer mehr zurück und findet keinen Anschluss.  

Kann er nicht regelmässig Besuch von Familienmitgliedern und anderen nahestehenden Personen bekommen, fühlt er sich möglicherweise einsam. Das wiederum kann sich negativ auf den gesundheitlichen Zustand des Klienten auswirken. Einsamkeit gilt erwiesenermassen als Auslöser für Depressionen und andere psychische Erkrankungen. Ein soziales Umfeld ist für Klienten jedes Alters sehr wichtig – allein schon, wenn es um den Wohlfühlfaktor geht.  

Beim Verbleib in den eigenen vier Wänden gestaltet es sich deshalb deutlich leichter, die sozialen Kontakte weiterhin wie gewohnt zu pflegen. Klient und Besucher müssen sich nicht nach vorgegebenen Besuchszeiten richten, sondern können sich sehen, wann immer sie möchten. Momente der Einsamkeit kommen so gar nicht erst auf.  

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die mögliche Konfrontation mit erhöhter Pflegebedürftigkeit. Klienten, die in einer stationären Einrichtung leben, stehen tagtäglich mit Personen in Kontakt, denen es ebenso geht. Einige von ihnen fühlen sich womöglich sogar deutlich schlechter. Es könnte die Angst aufkommen, dem Klienten könnte es selbst bald ähnlich gehen.  

Positive Ereignisse und Motivation

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Positive Erlebnisse sind von enormer Wichtigkeit für die psychische Gesundheit. Angst und Zweifel dagegen sind keineswegs förderlich für die Genesung und die Zurückerlangung der Selbstständigkeit. Zu Hause kann sich der Klient oftmals besser auf Positives fokussieren, denn er wird mit deutlich weniger Negativbeispielen konfrontiert. Es fällt ihm leichter, neuen Lebensmut zu fassen und aktiv bei seiner Genesung mitzuwirken.  

Nur wenn der Klient auch selbst eine Verbesserung erreichen möchte, kann sie gelingen. Eine starke Motivation ist oftmals, in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Deshalb sollte dem Klienten dieser Verbleib mithilfe einer Spitex in der Schweiz auch so lange wie möglich gewährt werden. So fühlt er sich weder bevormundet noch in einer stationären Einrichtung zurückgelassen.  

Solange es der Gesundheitszustand des Klienten zulässt, kann er seinen Alltag weitestgehend selbst bestimmen, wenn er eine Spitex wählt. Das schenkt ihm ein hohes Mass an Flexibilität. Die Leistungen, die die Spitexfachkrafte erbringen, können ausserdem immer wieder an den aktuellen Gesundheitszustand des Klienten angepasst werden.  

Die gesamte Betreuung wird ganz individuell angepasst, was in stationären Organisation nicht immer in diesem Ausmass möglich ist. Zudem können sich Verwandten und Pflegekräfte gemeinsam um den Klienten kümmern und Aufgaben teilen.  

Gerade bei intimen Angelegenheiten fühlt sich der Klient möglicherweise unwohl, wenn er Hilfe von einer fremden Person beanspruchen muss. Diese und andere Aufgaben können von Verwandten übernommen werden. Wenn nötig, leistet die Spitexfachkraft nichtsdestotrotz Unterstützung dabei und gibt den Verwandten wertvolle Tipps mit auf den Weg.  

Geht es an Aufgaben, die in professionelle Hände gehören, wie medizinische Angelegenheiten, kann das Spitex-Personal übernehmen. Laien sollten sich keinesfalls selbst an Blutabnahmen, aufwendigen Wundversorgungen und ähnlichen medizinischen Tätigkeiten versuchen.

Eine Nonprofit oder eine private Spitex wählen?

Bevor die Suche nach der infrage kommenden Spitex beginnt, gilt es erst einmal zu klären, ob Sie eine Nonprofit oder eine private Einrichtung bevorzugen. Bezüglich der Leistungen, die die Spitex anbietet, sind in der Regel keine gravierenden Unterschiede festzustellen. Was abweicht, ist die Finanzierung.

Eine Nonprofit-Einrichtung verfügt über einen Leistungsauftrag des Kantons oder der Gemeinde. Dieser beinhaltet eine Versorgungspflicht, die der Kanton oder die Gemeinde aus öffentlicher Hand finanziert. Wie viel die Dienstleistungen an sich kosten, ist nicht davon abhängig, ob die Spitex Nonprofit oder privat ist, sondern vom Wohnsitz. Je nach Kanton können die Kosten für Hilfe im Haushalt und die soziale Betreuung abweichen. Die Qualität der Leistungen ist stets die gleiche.

Allfälliges Personal erfüllt vorgegebene Qualifikationen. Ob und inwiefern zum Erwerb dieser Qualifikationen eine Ausbildung notwendig ist, hängt ebenfalls vom Kanton ab. Jede Spitex – ganz gleich, ob sie öffentlich oder privat ist – benötigt eine ZSR-Nummer und eine Betriebsbewilligung. Die ZSR-Nummer ermöglicht es der Organisation, erbrachte Leistungen über die jeweilige Krankenkasse des Klienten abzurechnen.

Die Finanzierungsmöglichkeiten

Eine kompetente Spitex klärt Sie im Vorfeld darüber auf, welche Möglichkeiten bezüglich der Finanzierung bestehen. Das ist abhängig von den Leistungen, die Ihr Verwandter in Anspruch nimmt. Einige davon sind kassenpflichtig, andere wiederum möglicherweise nicht. Eine sogenannte Bedarfsabklärung begründet die Notwendigkeit und ist Grundlage für die Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse.  

Diese erstellt die Fachkraft der Spitex in einem gemeinsamen Gespräch. Alle Leistungen, deren Erbringung zwingend für die Gesundheit des Klienten erforderlich ist, werden in der Bedarfsabklärung festgehalten. Dazu gehören beispielsweise die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, die Wundversorgung, das Verabreichen von Medikamenten und die Körperpflege.  

Diese sind in der Krankenpflege-Leistungsverordnung, kurz KLV, verankert. Die angefertigte Bedarfsabklärung lässt die Spitex-Fachkraft vom Arzt des Klienten unterschreiben und reicht sie dann bei der jeweiligen Krankenkasse ein, sodass sie die Leistungen geprüft und übernommen werden können.

Jede Person entrichtet jährlich eine selbst gewählte Franchise, die festlegt, in welcher Höhe der Klient selbst für Krankheitskosten aufkommt. Des Weiteren ist eine je nach Kanton unterschiedliche Selbstbeteiligung für allfällige Einsatztage der Spitex fällig.

Im Normalfall übernimmt der Klient zusätzlich zehn Prozent der gesamten Kosten selbst. Wer über eine zusätzliche Absicherung wie eine Invalidenversicherung verfügt, hat die Möglichkeit, sich auch Haushaltsleistungen komplett oder in Teilen zurückerstatten zu lassen. Ausführliche Informationen liefert Ihnen die Krankenkasse des Klienten.

Zusatzversicherungen: Wann sind sie sinnvoll?

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Nimmt der Klient die Unterstützung einer Haushaltshilfe in Anspruch, kann er die Kosten dafür nicht bei der Krankenkasse geltend machen. Sie ist daher selbst zu finanzieren. Allerdings besteht die Möglichkeit, entsprechende Zusatzversicherungen abzuschliessen, die einen Teil der Finanzierung übernehmen. Für genauen Leistungen daraus informieren Sie sich bei der betreffenden Krankenkasse.

Wie hoch die finanzielle Unterstützung der Zusatzversicherung ist, kann nicht pauschal angegeben werden. Jeder Versicherer geht dabei anders vor. So beteiligen sich einige mit bis zu 30 CHF pro Tag, andere wiederum sogar mit 200 CHF täglich.  

In der Regel gilt: Je mehr der Klient in die Zusatzversicherung einzahlt, desto höher fallen auch die finanziellen Beteiligungen aus. Es ist durchaus zu empfehlen, im Vorfeld Vergleiche zu tätigen. Besteht bereits eine Zusatzversicherung, ist das Einholen einer Kostengutsprache ratsam. Damit bestätigt der Versicherer, dass er die Finanzierung anteilig übernimmt.

Wer eine Zusatzversicherung abschliessen möchte, benötigt in der Regel eine Gesundheitsdeklaration. Der Klient macht darin genaue Angaben zu seinem gesundheitlichen Zustand. Anhand dessen schätzt der Versicherer dann das Versicherungsrisiko ein. Dass die Gesundheitsdeklaration wahrheitgemäss auszufüllen ist, versteht sich von selbst. Andernfalls kann der Versicherer den Vertrag auflösen.  

Geprüft wird ausserdem, ob die Versicherung den individuellen Fall überhaupt einschliesst oder ob ihn eventuell andere, bereits bestehende Versicherungen abdecken. Auf Basis dieser Informationen nimmt der Versicherer den Antrag letztlich an oder lehnt ihn ab. 

Es besteht die Möglichkeit, dass der Versicherer dem Klienten ein Angebot einer Versicherungsdeckung mit Vorbehalt unterbreitet. In diesem Fall werden Leistungen, die aufgrund von bereits bestehenden Einschränkungen erbracht werden, kein Teil des Versicherungsschutzes. Um diesen Sachverhalt zu umgehen, ist es ratsam, sich rechtzeitig um entsprechende Zusatzversicherungen zu kümmern.

Unterstützung einer Spitex trotz finanzieller Not

Jeder Mensch hat das Recht, in Notlagen medizinische Hilfe zu erhalten. Deshalb gibt es auch in der Schweiz verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu bekommen. Im Grunde gilt, dass jeder Bürger hierzulande grundversichert sein muss. Deshalb ist es in einigen Fällen möglich, dass ungedeckte Kosten als krankheitsbedingte Mehrkosten geltend gemacht werden.  

Dann können unter Umständen Ergänzungsleistungen beansprucht werden. Diese sind ein fester Bestandteil des sozialen Fundaments in der Schweiz. Ist das Einkommen des Klienten nachweislich nicht ausreichend, um die Lebenshaltungskosten zu decken, kommen die Ergänzungsleistungen zum Tragen.  

Jede Person, die einen derartigen finanziellen Status nachweisen kann, hat einen rechtlichen Anspruch darauf. Dazu ist ein offizielles Anmeldeformular auszufüllen. Der Klient kann es bei der verantwortlichen Gemeindezweigstelle oder auch online einreichen. Die Ergänzungsleistungen werden folgendermassen kategorisiert:

  1. Jährliche Leistungen mit monatlicher Vergütung
  2. Krankheits- und Behinderungskosten

Die Krankheits- und Behinderungskosten schliessen auch Leistungen ein, die den Klienten zu Hause unterstützen. Das ist allerdings nur der Fall, wenn diese Unterstützung vom behandelnden Arzt verordnet wurde. Wie hoch die finanzielle Unterstützung dann ausfällt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich und nicht von der gewählten Spitex abhängig.

Damit der Klient diese Unterstützung auch erhalten kann, muss er sie innerhalb von 15 Monaten bei der EL-Stelle beantragen. Gemessen wird der Zeitraum am Ausstellungsdatum der Rechnung.

Mit OPAN® die richtige Spitex in der Schweiz finden

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Die Wahl der Spitex ist eine sehr wichtige Entscheidung. Ihr Verwandter verlässt sich auf sie und gewährt ihr Eintritt in sein Privatleben. Wir von OPAN® unterstützen Sie bei der Suche. Unsere Plattform vernetzt eine Vielzahl von Organisationen, Arztpraxen, Spitälern und weiteren medizinischen Organisationen miteinander.

Auf diese Weise ermöglichen wir es, Daten schnell und korrekt zu übermitteln. Alle Informationen behandeln wir vertraulich und geben sie ohne Ihre Zustimmung nicht an Dritte weiter. Auf unserer Plattform finden Sie sowohl Nonprofit als auch private Spitex-Organisationen, die die Anforderungen Ihres Verwandten erfüllen.

Dazu geben Sie lediglich dessen Personalien, den behandelnden Arzt und die Krankenkasse an. Nicht nur Sie als Privatperson, sondern auch Spitäler und Arztpraxen haben bei uns die Möglichkeit, nach der passenden Spitex für ihre Patienten zu suchen. Auch wenn die gewählte Organisation im Moment nicht erreichbar ist, funktioniert die Datenübertragung einwandfrei.  

Die richtige Pflege für Ihren Verwandten

Wir von OPAN® helfen Ihnen dabei, die ideale Spitex für Ihren Verwandten zu finden. Gewisse Lebensumstände erfordern bestimmte Massnahmen. Wer aufgrund von Krankheiten, Verletzungen oder hohem Alter nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag vollständig allein zu bewältigen, hat die Möglichkeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Innerhalb weniger Sekunden erhalten Sie auf unserer Plattform eine erste Auswahl an Nonprofit und privaten Organisationen.  

Geben Sie dazu lediglich die Postleitzahl und den Wohnort Ihres Verwandten ein und finden Sie eine kompetente Spitex, die den Wünschen und Bedürfnissen Ihres Verwandten gerecht wird. Ist eine spitalexterne Pflege nicht ausreichend, haben Sie zudem die Möglichkeit, nach einem passenden Pflegeheim zur temporären oder dauerhaften Unterstützung zu suchen. Für eine ausführliche Beratung füllen Sie unser Anmeldeformular aus oder kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail.

by Karin Zehnder Veröffentlicht: Aktualisiert: Dienstag, 18. Mai 2021

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