8 wichtige Merkmale einer passenden Spitex

Möglicherweise kommt einmal der Zeitpunkt, an dem es nicht mehr möglich ist, den Alltag ganz allein zu bewältigen. Wer einen Unfall erlitten hat, schwer erkrankt ist oder kürzlich ein Kind bekommen hat und akut oder langfristig eine helfende Hand benötigt, dem steht es offen, sich professionelle Hilfe zu holen.

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Eine Spitex bietet da die nötige Unterstützung. Egal ob beim Einkaufen, bei der Körperpflege oder der Einnahme wichtiger Medikamente: Eine kompetente Pflegekraft unterstützt den Klienten bei all seinen Anliegen. Aber welche Leistungen sind von einer Spitex zu erwarten, und was sind die Merkmale einer guten Betreuung? Hier erhalten Sie sehr wichtige Informationen zum Thema.

Welche Aufgaben erfüllt eine Spitex?

Eine Spitex unterstützt den Klienten bei der Bewältigung des Alltags. Erkrankungen physischer oder psychischer Art stellen ihn vor eine grosse Herausforderung. Auch während der Schwangerschaft bzw. nach der Entbindung bietet die Spitex wertvolle Hilfe, um in das alltägliche Leben zurückzukehren.  

Wer aufgrund steigenden Alters zunehmend Unterstützung benötigt, profitiert ebenfalls von den Leistungen einer spitalexternen Kraft. Das Fachpersonal bespricht gemeinsam mit Ihnen und weiteren Involvierten, welche Leistungen Sie in welchem Umfang benötigen und wie diese umzusetzen sind.

Spitex-Organisationen nicht nur für Senioren

Bei Spitex-Organisationen wird schnell an Unterstützung für Betagte gedacht. Doch natürlich gibt es auch Organisationen, die sich beispielsweise um Kinder kümmern oder Personen mit psychischen Problemen widmen.

Die Kinderspitex

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Kinder sollten stets unter besonderem Schutz stehen. Nichtsdestotrotz bleiben auch sie nicht vor Verletzungen oder einschränkenden Krankheiten verschont. Für die Eltern gestaltet es sich oftmals schwierig, ihnen all die Aufmerksamkeit und Unterstützung zu schenken, die sie benötigen. Genau dann kann die Hilfe einer Kinderspitex in Anspruch genommen werden.

Damit der junge Klient seine vertraute Umgebung nicht verlassen muss, können die Fachkräfte die medizinische Versorgung auch zu Hause durchführen. Nur wenn es dringend notwendig ist, steht der Weg in eine stationäre medizinische Institution an. Im gewohnten Umfeld zu bleiben, ist für Kinder von enormer Bedeutung. Familie, Freunde und auch das eigene Kinderzimmer schenken ihnen Sicherheit.

Das wirkt sich nicht nur positiv auf das generelle Wohlbefinden, sondern auch die Entwicklung des Kindes aus. Abschiede von den Liebsten und die Eingewöhnung in völlig neue Strukturen sind schon für Erwachsene nicht leicht. Wie soll es dann einem Kind damit gehen? Aufgrund von Eingewöhnungsschwierigkeiten kann es zu Konflikten oder gar zur Isolation kommen, was zu einer zusätzlichen Belastung führt.

Natürlich sind Besuche von Familie und Freunden erlaubt, doch das ist keineswegs mit dem gemeinsamen Wohnen vergleichbar. Eine dauerhafte stationäre Betreuung sollte also nur dann in Betracht gezogen werden, wenn es medizinisch dringend erforderlich ist. Gerade wenn der junge Klient an kognitiven Erkrankungen leidet, ist es wichtig, dass Gewohnheiten - so gut es geht - aufrechterhalten werden. Zu viele unbekannte Eindrücke auf einmal können eine enorme Überforderung darstellen.

Auch den Eltern wird unter die Arme gegriffen

Auch die Erziehungsberechtigten erhalten Unterstützung. Das Spitex-Personal zeigt genau auf, wie die Kinder zu pflegen bzw. zu betreuen sind, sodass bestmöglich auf ihre besonderen Bedürfnisse eingegangen werden kann. So wissen die Eltern in entsprechenden Situationen, was zu tun ist, auch wenn die Pflegekraft gerade nicht anwesend ist. Besonders bedeutsam ist diese Hilfe auch bezüglich des Zeitmanagements.

Benötigt ein Kind besondere Betreuung, müssen die Erziehungsberechtigten in der Regel im Job kürzertreten, um ausreichend Zeit zu haben. Doch dementsprechend verringert sich meist das Gehalt. Dabei ist es vor allem in derartigen Situationen besonders wichtig, finanziell abgesichert zu sein. Dank der kompetenten Hilfe, die die Spitexfachkraft bietet, profitieren die Eltern nicht nur von Fachwissen. Auch der Druck, der auf ihren Schultern lastet, wird reduziert.  

Vor allem kleine Klienten mit geistiger Behinderung bedürfen einer Betreuung mit besonders viel Einfühlungsvermögen. Gerade wenn eine derartige Situation neu für die Eltern ist, fällt ihnen das oftmals schwer. Das Pflegepersonal der gewählten Spitex-Organisation ist dann eine wertvolle Hilfe. Die Arbeit von Eltern und Spitex-Personal geht bei der Betreuung Hand in Hand. Wie wichtig es für Kinder ist, von den Eltern zu lernen, ist klar. Aufgaben, die über ihre Kompetenz hinausgehen und besonderes Feingefühl benötigen, übernimmt die Pflegekraft.  

Sie ist nicht nur für medizinische Angelegenheiten verantwortlich, sondern lehrt das Kind auch, trotz seiner Einschränkungen möglichst selbstständig zu werden. Der kleine Klient soll sich nicht daran gewöhnen, dass alles für ihn erledigt wird. Unter Umständen kann er gewisse Dinge mit ein paar Tricks selbst tun. Diese übt er gemeinsam mit der Spitexfachkraft. Sie motiviert das Kind, Aufgaben, die es selbst bewältigen kann, mutig anzugehen und sich stetig zu verbessern. Ziel ist es, dass es in diversen Situationen auch ohne fremde Hilfe zurechtkommt.  

Die Arbeit einer psychiatrischen Spitex-Organisation

Nicht nur bei körperlichen Einschränkungen, sondern auch bei psychischen Erkrankungen leistet eine entsprechende Spitex-Organisation die nötige Hilfe. Krankheiten wie Demenz können in fortschreitendem Stadium beispielsweise auch zu physischen Veränderungen führen und unter Umständen in Bettlägerigkeit münden. Eine helfende Hand ist dann Gold wert.

Eine psychiatrische Spitex-Organisation hilft aber nicht nur dann, sondern auch bei zahlreichen psychischen Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem verschiedene Psychosen, das Borderline-Syndrom oder Schizophrenie. Einige Klienten sind sich ihrer Krankheit gar nicht bewusst und verlieren sich immer mehr in einer ganz eigenen Realität. Das macht es Verwandten umso schwerer, an sie heranzukommen und Hilfe zu leisten.  

Hier bedarf es unbedingt jenes Fachwissens, das das Personal der psychiatrischen Spitex-Organisation mitbringt. Psychische Erkrankungen stellen alle Beteiligten vor ganz andere Herausforderungen als körperliche Einschränkungen es tun. Verwirrtheit, eine fehlerhafte Wahrnehmung der Realität und Angstattacken sind Beispiele von Leiden, die auftreten können. Dann ist es wichtig, den richtigen Ton zu treffen.  

Ein Einblick in die Aufgabenbereiche

Eine Aufgabe der Mitarbeiter einer psychiatrischen Spitex-Organisation ist es, dem Klienten zu helfen, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren. Damit geht manchmal auch das Gefühl für den eigenen Körper verloren, was zu Selbstverletzungen führen kann. Auch deren Unterbindung gehört in den Aufgabenbereich des Fachpersonals. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Isolation.

Psychische Krankheiten führen oftmals dazu, dass sich Personen zunehmend von ihren Mitmenschen entfernen, da sie sich nicht mehr verstanden fühlen. Das erschwert es den Verwandten ungemein, gewisse Berührungspunkte aufrechtzuerhalten.Dabei ist es gerade die Familie, die den grössten Halt bieten kann. Deshalb sorgt das Spitexpersonal, so gut es geht dafür, das verbliebene soziale Umfeld aufrechtzuerhalten bzw. Kontakte wiederherzustellen. Einen besonders wichtigen Punkt stellen akute Krisensituationen wie Gedanken an Selbstmord oder gar der Versuch dar.

Das löst grosse Angst und Verzweiflung bei den Verwandten aus. Die Spitexfachkräfte wissen jedoch, was zu tun ist. Vorbeugend bieten sie unter anderem gezielte Entspannungsübungen und intensive Gespräche an. Doch das Fachpersonal kann nicht rund um die Uhr anwesend sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich Verwandte dazu bereit erklären, die Betreuung zu unterstützen. So können Notlagen überbrückt werden, bis die Spitexfachkräfte eingetroffen sind und übernehmen können.

Zu diesem Zweck erhalten die Verwandten auf Wunsch genaue Anweisungen, wie sie in gewissen Situationen handeln müssen. Grundsätzlich gilt, dass der Klient verstehen und akzeptieren muss, dass er eine Krankheit hat und Hilfe benötigt. Er muss realisieren, dass ihm niemand Schaden zufügen, sondern lediglich Unterstützung bieten möchte. Ist dieser Schritt getan, bedeutet das eine enorme Entlastung für die weitere Arbeit des Fachpersonals und auch für die Verwandten. Egal, für wen die Spitex-Organisation Unterstützung bieten soll: Die Merkmale, die bei der Wahl zu beachten sind, sind die gleichen. Genau diese werden im Folgenden näher beleuchtet.

Erkennungsmerkmale einer passenden Spitex

Steht einmal fest, dass eine Spitex mit der Pflege eines Klienten beauftragt werden soll, stellt sich die Frage, welche Spitex am besten zur zu pflegenden Person passt. Soll sich der künftige Klient jederzeit wohlfühlen, müssen er und ggf. die beauftragende Person dem betreuenden Personal bedenkenlos vertrauen können. Es lohnt sich deshalb, im Vorfeld die folgenden acht Merkmale in die Erwägungen miteinzubeziehen.

1. Fachgerechte und verlässliche Pflege

Selbstverständlich weist eine infrage kommende Spitexfachkraft die nötige Qualifikation auf und verfügt über fundiertes Fachwissen. Zudem handelt das Pflegepersonal gemäss den betriebsintern geregelten Verfahren, über die der künftige Klient und ggf. die anmeldende Person im Vorfeld zu informieren sind. Auf eine verantwortungsbewusste Spitex ist stets Verlass.

Sie handelt gewissenhaft gemäss des vereinbarten Versorgungsauftrages und ist in der Lage, diesen spontan an veränderte Umstände anzupassen. Die Absprache mit dem Klienten und allen Beteiligten ist vorausgesetzt. Zu keinem Zeitpunkt werden Massnahmen ergriffen, über die im Vorfeld nicht gesprochen bzw. denen nicht zugestimmt wurde. Allfällige Fragen zu den angewandten Methoden beantwortet die Spitexfachkraft geduldig und kompetent.  

2. Ausführliche Informationen

Vor der Unterzeichnung eines allfälligen Vertrags steht eine ausführliche Beratung durch die Spitex an. Diese informiert über alle geplanten Massnahmen, erläutert mögliche Risiken und zeigt Alternativen auf. Sie erläutert, warum sie zwingend eine Bedarfsabklärung durchführen und vom Hausarzt bzw.

Arzt visieren lassen muss, damit die Leistungen von der Krankenkasse gemäss KVG übernommen werden können. Ob es am Ende zum Vertragsabschluss kommt, ist der freiwillige Entscheid des künftigen Klienten oder ggf. seiner Verwandten. Niemand wird zu einer Unterschrift gedrängt. Gemeinsam mit dem Klienten und ggf. Verwandten erstellt die Spitex einen ausführlichen Plan. 

Darin hält das Pflegepersonal schriftlich fest, mit welchen Massnahmen das nötige Ziel zu erreichen ist. Auf Fragen und Kritikpunkte geht das Personal professionell ein und findet gemeinsam mit dem Klienten Lösungen, mit denen sich beide Parteien zufrieden zeigen. Erst wenn alle Beteiligten mit den geplanten Massnahmen zufrieden sind, wird der Vertragsabschluss eingeleitet.  

3. Transparenz

Allfällige durchzuführenden Massnahmen sind vom Pflegepersonal schriftlich zu dokumentieren, genauso wie Veränderungen des gesundheitlichen Zustands des Klienten. Anhand der Aufzeichnungen prüft das Pflegepersonal regelmässig, ob sich die vereinbarten Massnahmen als sinnvoll erweisen oder ob Veränderungen nötig sind.

Der Klient und ggf. seine Verwandten haben jederzeit ein Einsichtsrecht in diese Dokumente. Mittlerweile findet die Dokumentation in der Regel digital statt. Sollte sie dennoch handschriftlich erfolgen, sind die Aufzeichnungen beim Klienten zu verwahren, sodass Einblicke jederzeit möglich sind.

4. Respektvoller Umgang und das Wahren von Privatsphäre

Umfassende Pflege in Anspruch zu nehmen, bedeutet nicht, dass die Privatsphäre verloren geht. Eine verantwortungsbewusste Spitex lässt dem Klienten dessen Intimsphäre und geht vertraulich mit allfälligen Informationen um. Sie gibt sie nur nach Absprache mit dem Klienten bzw. dessen gesetzlichem Vertreter weiter.

Zudem behandelt sie auch das persönliche Hab und Gut des Klienten sorgsam. Beschädigungen oder gar Diebstähle sind inakzeptabel. Auch seiner Weltanschauung, Religion und Kultur begegnet das Pflegepersonal mit Toleranz. Diskriminierende Aussagen und Handlungen müssen keineswegs schweigend hingenommen werden, sondern sollten bei der entsprechenden Organisation gemeldet werden.

5. Recht auf Selbstbestimmung

Nimmt jemand Pflegeleistungen in Anspruch, hat er oder sie immer das Recht, darüber zu bestimmen, was passiert. Deshalb ist im Vorfeld zu einer möglichen Behandlung zu besprechen, welche Hilfe der Klient in welcher Form annimmt und auch Rahmenbedingungen sind zu klären. 

Spricht er sich deutlich gegen gewisse Massnahmen aus, sind diese auch nicht durchzuführen. Ist der Klient nicht in der Lage, seinen Willen kundzutun, handelt das Pflegepersonal gemäss schriftlichen Verfügungen. Im Zweifelsfall wenden sich die Fachkräfte an die bevollmächtigten Verwandten, um deren Erlaubnis einzuholen.

6. Förderung der Selbstständigkeit

Es liegt im Selbstverständnis einer Spitex, den Klienten nicht zunehmend abhängig von der Pflege zu machen, sondern ihn dabei zu unterstützen, seine Selbstständigkeit zu bewahren bzw. möglichst schnell wieder zurückzuerlangen. Sie zeigt dem Klienten auf, wie er sich in gewissen Situationen, beispielsweise beim Essen oder bei der Körperpflege, selbst helfen kann.

In aller Regel besorgt die Spitex die dafür nötigen Hilfsmittel und erklärt in Ruhe, wie sie zu verwenden sind. Hier ist Geduld und Feingefühl seitens des Fachpersonals gefragt. Wird die Pflege zwischen den Spitex-Kräften und Verwandten des Klienten aufgeteilt, sind auch diese im Umgang mit Hilfsmitteln zu unterrichten.  

7. Schutz von Leib und Seele

Das Spitex-Personal ist stets darauf bedacht, das Wohlbefinden des Klienten zu maximieren. Es vernachlässigt die Arbeit zu keinem Zeitpunkt und wendet ausschliesslich gesundheitlich unbedenkliche Verfahren an, denen der Klient bzw. sein gesetzlicher Vertreter im Vorfeld zugestimmt hat.

Zudem wird stets darauf geachtet, dass der Klient die Medikamente richtig einnimmt, die Körperhygiene nicht zu kurz kommt und dass er stets mit Lebensmitteln versorgt ist. Weder freiheitsentziehende Massnahmen oder Gewalt dürfen Anwendung finden. Gegenteiliges Verhalten wäre ggf. der vorgesetzten Stelle der fehlbaren Fachkraft oder dem Hausarzt zu melden.

8. Unterstützung der Verwandten

Die Betreuung durch Pflegekräfte schliesst die Übernahme von Pflegeleistungen durch Verwandte nicht aus. Fachkundige Spitex-Fachkräfte leiten diese kompetent an, sofern der Klient bzw. sein gesetzlicher Vertreter damit einverstanden ist. Bei Fragen und Problemen haben Verwandte stets die Möglichkeit, Kontakt zum Pflegepersonal aufzunehmen. Ist dennoch eine helfende Hand vonnöten oder soll die Betreuung geteilt werden, bietet die Spitex dazu gerne Hand. So wird gewährleistet, dass es dem Klienten an nichts fehlt und er stets die Betreuung bekommt, die er benötigt.

Eine Spitex-Fachkraft ist keine Haushaltshilfe

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Fachkundiges Pflegepersonal ist stets darauf bedacht, dem Klienten bestmögliche Unterstützung zu bieten. Nicht selten erhalten sie die Bitte, sich um Aufgaben im Haushalt zu kümmern. Doch das ist nicht ihre Aufgabe. In einem früheren Blogbeitrag von uns finden Sie zum Thema “Haushaltshilfe Spitex” ausführliche Informationen. 

Das Sauberhalten der Wohnung, das Erledigen der Wäsche und Ähnliches fällt in den Aufgabenbereich einer Haushaltshilfe. Sie kümmert sich darum, dass der Wohnraum sowie Gegenstände des täglichen Gebrauchs sauber und aufgeräumt sind. Auch die Pflege von Pflanzen übernimmt die Haushaltshilfe nach Absprache, doch sie führt keinerlei Gärtnerarbeiten durch. Ausserhalb ihres Tätigkeitsbereichs liegt zudem die Betreuung von Kindern.  

Die Aufgabenfelder von Spitex-Kräften und Haushaltshilfen sind klar abgegrenzt, auch wenn beide aus Kulanz unter Umständen auch weitere Tätigkeiten übernehmen. Im Grunde gilt allerdings, dass Haushaltshilfen keine medizinische Versorgung durchführen, denn dafür sind sie in der Regel nicht ausreichend qualifiziert. Das obliegt allein den Pflegekräften. Dazu gehören auch das Verabreichen von Tabletten, das Messen des Blutdrucks und auch die Körperpflege.

Die Haushaltshilfe stützt den Klienten auf dem Weg ins Badezimmer, doch nur Spitex-Kräfte bieten Hilfe bei der Benutzung der Sanitäranlagen. Aufgrund dieser Abgrenzung ist es wichtig, im Vorfeld genau zu klären, in welchen Bereichen Unterstützung notwendig ist. Im Zweifelsfall erklären sowohl Haushaltshilfen als auch Pflegekräfte in einem Vorgespräch genau, welche Leistungen von ihnen zu erwarten sind.  

Die Suche nach der idealen Spitex leicht gemacht

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Die optimale Spitex zu finden, ist nicht immer einfach. Wir von OPAN® greifen Ihnen dabei unter die Arme. Auf unserer Plattform melden Sie sich oder einen Verwandten ganz einfach an oder übergeben diese Aufgabe beispielsweise an die Arztpraxis oder das Spital. Wir vernetzen verschiedenste Partner aus dem Gesundheitswesen miteinander und sorgen für eine schnelle und korrekte Weiterleitung der nötigen Informationen. Den Schutz der persönlichen Daten gewährleisten wir von OPAN® und gehen mit allfällige personengebundenen Informationen vertraulich um. Sowohl Privatpersonen als auch Arztpraxen und andere Gesundheitsinstitutionen übermitteln die Informationen mit Hilfe unserer Plattform direkt an die gewählte Spitexorganisation.

Diese 7 Vorteile bietet OPAN®

  1. Wertvolle Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Spitex, egal ob Nonprofit oder privat
  2. Schnelle und einfache Übermittlung von Daten
  3. Keine Registrierung nötig
  4. Datenübertragung unabhängig von der aktuellen Erreichbarkeit der gewählten Spitexorganisation
  5. Sicherer Transfer von Dokumenten
  6. Rückmeldung innerhalb weniger Stunden
  7. Anbindung einer eigenen Fachsoftware möglich

So funktioniert die Anmeldung

Möchten Sie die Hilfe unserer Plattform OPAN® in Anspruch nehmen, ist ausschliesslich die Angabe der Personalien, der Krankenkasse und des Hausarztes vonnöten. Sie haben die Möglichkeit, einen Verwandten oder auch sich selbst elektronisch anzumelden. Nach dem Prüfen Ihrer Angaben meldet sich ein Verantwortlicher bei Ihnen, um offene Fragen zu klären.

Welche Leistungen sind von der Spitex zu erwarten?

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Wer sich bei einer Spitex anmeldet, erhält die nötige Unterstützung und Pflege in den eigenen vier Wänden. Welche Massnahmen das Spitexpersonal durchführt, ist im Vorfeld zu einer möglichen Behandlung zu besprechen. Der Klient erhält beispielsweise Hilfe bei der Körperpflege und der Pflege von eventuellen Wunden.  

Das ausgebildete Personal unterstützt den Klienten ausserdem dabei, Medikamente richtig einzunehmen, Blutentnahmen durchzuführen oder den Blutzuckerspiegel zu überprüfen. Man kontrolliert zudem die Vitalzeichen des Klienten und bietet auch eine psychiatrische Betreuung an. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hilfe im Haushalt. Auf Wunsch übernehmen die Mitarbeiter der ausgewählten Spitex die Einkäufe des Klienten und das Zubereiten von Mahlzeiten.

Benötigt der Klient Hilfe dabei, die Wohnung sauber zu halten oder Wäsche zu waschen, erhält er ebenfalls Unterstützung. Je nach Organisation besteht die Möglichkeit, noch weitere Hilfen für den Klienten in Anspruch zu nehmen, wie beispielsweise einen Autofahrdienst, Fusspflege und auch ambulante Ergotherapie. Übernehmen Verwandte selbst die Pflege, besteht die Option, Assistenzdienste des Pflegepersonals für sich zu beanspruchen.

Die Kostendeckung

Am wichtigsten ist natürlich, dass sichergestellt ist, dass der Klient all die professionelle Unterstützung erhält, die er benötigt. Alles andere ist dem untergeordnet. Nichtsdestotrotz spielt auch das Finanzielle eine wichtige Rolle. Fakt ist, dass kompetente Pflege ihren Preis hat, der für einige Klienten bzw. deren Verwandte eine Belastung darstellen kann. Gemeinsam mit der Pflegekraft wird dieses Thema ausführlich behandelt.

Zu Beginn der Betreuung wird nicht nur besprochen, welche Leistungen das Spitex-Personal in welchem Umfang erbringt, sondern auch, welche Finanzierungsmöglichkeiten sich anbieten. Dazu klärt eine Fachperson ab, welche Leistungen dringend notwendig sind und demzufolge als kassenpflichtig gelten. Das Krankenversicherungsgesetz, kurz KVG, setzt diese Bedarfsklärung voraus.  

Erst dann übernimmt die Versicherung die Leistungen, die in der Krankenpflege-Leistungsverordnung enthalten sind, bzw. erstattet sie zurück. Der Arzt des Klienten unterschreibt die Bedarfsabklärung und leitet diese im Anschluss an die Krankenkasse des Klienten weiter. In der Regel gilt, dass der Kunde 10 % der Pflegekosten selbst übernimmt. Die übrigen 90 % übernimmt die zuständige Krankenkasse.

Hinzu kommen eine Selbstbeteiligung der erbrachten Leistungen pro Einsatztag, die möglicherweise je nach Kanton unterschiedlich ausfällt, und die jährlich zu zahlende Franchise. Die Selbstbeteiligung für einen Einsatztag liegt bei maximal 15,95 CHF. Die Franchise beträgt bei Erwachsenen mindestens 300 CHF und maximal 2500 CHF. Bei Kindern bewegt sich die Summe zwischen 0 und 600 CHF. Anfallende Kosten bis zur Höhe der gewählten Franchise übernimmt der Versicherte selbst. Was darüber hinausgeht, bedarf der erwähnten Beteiligung von 10 %. Die jährliche Obergrenze hierbei liegt bei 700 CHF.

Finanzielle Unterstützung durch eine Zusatzversicherung oder die Hilflosenentschädigung

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Hauswirtschaftsleistungen übernimmt in einigen Fällen eine Zusatz- oder Invalidenversicherung, ggf. auch eine Ausgleichskasse vollständig oder anteilig. Deshalb ist es zu empfehlen, vor dem Beratungstermin mit dem Spitex-Personal zu prüfen, welche Versicherungen der Klient bereits abgeschlossen hat. Detailliertere Informationen zum Deckungsgrade der zu erbringenden Leistungen können bei der Krankenkasse des Klienten in Erfahrung gebracht werden. 

Ist eine derartige Versicherung noch nicht abgeschlossen worden, und das soll nun nachgeholt werden? Dann ist eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und dem Pflegepersonal wichtig. Bei Vertragsabschluss muss angegeben werden, wie viele Stunden die Versicherung maximal übernehmen soll. Wie viele tatsächlich notwendig sind und welche Angaben bei der Krankenkasse sinnvoll sind, kann das medizinische Fachpersonal am besten einschätzen.

Sollten doch einmal mehr Betreuungsstunden notwendig sein, trägt der Klient die Kosten dafür selbst. Wer trotzdem finanzielle Unterstützung benötigt, steht nicht allein da. Das Recht, die Unterstützung zu halten, die aus medizinischer Sicht dringend notwendig ist, hat jeder Mensch. Auch wenn der Klient die Betreuung nicht selbst finanzieren kann, bleibt dieses Recht bestehen.

Um in derartigen Situationen finanzielle Unterstützung zu bekommen, gibt es unter anderem die sogenannte Hilflosenentschädigung. Diese greift beispielsweise dann, wenn der Klient es nicht mehr allein schafft, aus dem Bett aufzustehen oder der Körperhygiene nachzugehen. Auch wenn selbstständiges Essen nicht mehr möglich ist, greift die Hilflosenentschädigung. Die Höhe der finanziellen Unterstützung orientiert sich am Grad der Hilflosigkeit des Klienten.  

Unterstützung für jedermann

Eine Spitex liefert Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen. Egal ob Hilfe beim Einnehmen von Medikamenten, bei der Körperhygiene oder beim Einkaufen – der Klient hat die Möglichkeit, sich temporär oder auch dauerhaft unter die Arme greifen zu lassen. Egal welchen sozialen Status er aufweist: Jeder Mensch hat das Recht, die Betreuung zu erhalten, die er benötigt. In einem Vorgespräch wird genau festgelegt, welche Leistungen das Pflegepersonal erbringt.

Bei der Wahl der Spitex gilt es vor allem darauf zu achten, dass sich das Pflegepersonal an die Vereinbarungen hält, Transparenz wahrt, den Klienten respektvoll behandelt und ihm stets das Recht auf Selbstbestimmung lässt. Sie benötigen Hilfe bei der Suche nach der richtigen Spitex? Wir von OPAN® unterstützen Sie dabei. Geben Sie dazu auf unserer Website einfach die Postleitzahl des künftigen Klienten ein und wählen Sie eine Organisation aus. Stellen Sie über unser Anmeldeformular den ersten Kontakt zu Ihrer gewählten Spitex her!

by Karin Zehnder Veröffentlicht: Aktualisiert: Freitag, 22. Oktober 2021

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